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Dieses sind die führenden OEE Software Programme

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In diesem Artikel erfahren Sie sehr detailliert welche die führenden OEE Software Programme sind

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OEE Software – was ist deren Aufgabe?

Die Abkürzung OEE steht für Overall Equipment Effectiveness. Dabei handelt es sich um eine Kennzahl. Ziel dieser Kennzahl ist es, darzustellen, wie effektiv eine Maschine benutzt wird. Der Hintergrund ist leicht erklärt: Im produzierenden Gewerbe sind Maschinen ein großer Kostentreiber. Gerade die Anschaffungskosten sind im Vergleich zu den variablen Kosten sehr hoch. Somit wird eine Maschine am besten genutzt, wenn sie möglichst lange Laufzeiten und geringe Ausfallzeiten hat. Die OEE setzt dabei die theoretische Laufzeit der Maschine zu der tatsächlich genutzten Zeit. Der deutsche Begriff für OEE lautet Gesamtanlagenkapazität.

Insgesamt fließen drei Faktoren in die OEE ein, der Verfügbarkeitsfaktor, der Leistungsfaktor und der Qualitätsfaktor.

Verfügbarkeitsfaktor

Der Verfügbarkeitsfaktor ergibt sich aus dem Durchschnittswert der Zeit zwischen Ausfällen, in Relation zur Summe aus dem Durchschnittswert der Zeit zwischen Ausfällen und dem Durchschnittswert der Wiederherstellungszeit.

In einfachen Worten ausgedrückt: Je seltener ein Fehler im Ablauf auftritt und je schneller die Anlage wieder zum Laufen gebracht wird, desto höher ist dieser Wert. Maschinen, die häufig ausfallen und viel Zeit für die Wiederherstellung benötigen, haben hingegen einen niedrigen Wert.

Software kann helfen, diese Werte automatisch zu erfassen und nach einer gegebenen Zeit (monatlich, quartalsweise oder jährlich) Auswertungen zu liefern, die aufzeigen, ob es Verbesserungspotenzial gibt.

Leistungsfaktor

Auch wenn eine Maschine permanent produziert, kann es dazu kommen, dass die ideale Stückzahl nicht erreicht wird. Der Leistungsfaktor ist das Verhältnis von Istleistung zu Sollleistung, meist gerechnet in Stück pro Stunde.

Hierbei wird die Laufzeit und nicht die Betriebszeit berücksichtigt, da der Laufzeitfaktor bereits im Verfügbarkeitsfaktor Berücksichtigung findet.

Auch hierbei kann die Software durch einfaches Zählen die Kennzahlen ermitteln. Wichtig ist dabei eine Unterscheidung von unterschiedlichen Produkten, wenn diese unterschiedlich lang bei der Herstellung benötigen und in der selben Maschine produziert werden.

Qualitätsfaktor

Auch wenn die Maschine ausreichend lang läuft und die Sollleistung erreicht, können im Nachgang defekte Teile dazu führen, dass die erreichte Stückzahl nach unten korrigiert werden muss.

Hier muss die Software oft von außen mit Daten gefüttert werden, da die produzierende Maschine keine Informationen darüber hat, ob die Teile der geforderten Qualität entsprechen. Die Qualitätsprüfung geschieht erst im Nachgang, in manchen Prozessketten kann eine geraume Zeit zwischen Produktion und Qualitätsprüfung liegen.

Eine Software, die OEE unterstützt, muss vor allem in der Lage sein, diese drei Faktoren zu messen. Idealerweise kann mittels künstlicher Intelligenz Potenzial entdeckt werden, welches in einem weiteren Schritt zur Verbesserung der OEE genutzt werden kann.

Grundsätzlich ist OEE ein wichtiger Faktor im industriellen Betrieb. Schon wenige Prozent Abweichung bei den Kennzahlen können den Unterschied zwischen Marktführerschaft oder dem Ausscheiden aus dem Markt bedeuten. Bei großen Stückzahlen entscheiden wenige Cent Preisunterschied pro Stück, ob nicht doch der Mitbewerber den Zuschlag für einen Großauftrag bekommt.

Welche OEE Software gibt es?

OEE Software gibt es in vielen Ausführungen. Dabei reichen die Lösungen von selbst gestrickten, eventuell auf Tabellenkalkulation basierenden Ideen bis hin zu weit verbreiteten Standardlösungen.

Die einzelnen Lösungen bieten dabei verschiedene Aspekte, teils mit Spezialisierungen auf einzelne Branchen. Eine Gesamtübersicht über alle Lösungen wird recht schnell veraltet sein. Neue Anbieter drängen auf den Markt und etablierte Unternehmen verschwinden.

Ein paar Lösungen seien trotzdem genannt:

Viel wichtiger als die konkrete Software ist eine kompetente Beratung. Denn die Software muss zum Anwendungsfall passen. Während die eine Lösung für einen Kunden perfekt passt, ist sie für einen anderen zu groß dimensioniert und für einen anderen sogar kontraproduktiv, da der Nutzen der Software im Vergleich zum Aufwand bei Bedienung und Wartung in keinem ökonomisch sinnvollen Verhältnis steht.

Grundsätzliche Überlegungen zum Thema Softwarekauf

Wer in seinem Unternehmen eine neue Software einführt, der sollte genau überlegen, was er tut. Eine Einführung ist mit hohen Kosten verbunden, die sich bei einer sinnvollen Einführung aber mit der Zeit amortisieren. Kostenfaktoren sind etwa Kosten für die Software selbst, die Einführung, aber auch Schulung der Mitarbeiter und eine zeitweise geringere Produktivität, da die Mitarbeiter erst mit der Software warm werden müssen. Ist der Nutzen der Software gering oder einfach nicht für den angedachten Verwendungszweck geeignet, dann stehen den Kosten keine entsprechenden Einsparungen gegenüber.

Anforderungen ermitteln – darum ist das wichtig für die Software

Anforderung ermitteln - aus dem Artikel - Dieses sind die führenden OEE Software Programme

Ermittlung von Anforderungen in Projekten – IT-daily.net

Vor jeder Einführung einer Software steht die Erhebung von Anforderungen bevor. Machen Sie nicht Fehler, sich in eine Software “zu verlieben” und dann zwanghaft nach einer Möglichkeit zu suchen, diese bei Ihnen einzuführen.

Analysieren Sie Ihre Prozesse zunächst. Vielleicht finden sich schon hier einige Verbesserungsmöglichkeiten. Erst wenn die Prozesse optimiert sind, kann eine Software ihre Stärken voll ausspielen. Eine Software über ineffiziente Prozesse zu stülpen wird nur wenig bringen und am Ende mehr kosten als nutzen.

Die Anforderungen sollten sich auch nach einem Sollstand richten. Auch wenn Sie vielleicht noch nicht die eine oder Anforderung haben, sollten Sie auch zukünftige Entwicklungen bei Ihrem Unternehmen betrachten. Aber schauen Sie nicht zu weit. Eine Software, die man kauft, weil man irgendwann einmal eine Änderung im Unternehmen umsetzen will, wird veraltet sein, bevor es so weit kommt. Oder Sie werden die Änderung umsetzen, obwohl sie nicht mehr sinnvoll ist, nur damit Sie nicht das Gefühl haben, die Software umsonst gekauft zu haben.

Selbst individuell entwickeln oder Standard einkaufen?

Gerade gewachsene Unternehmen neigen oft dazu, Software zu entwickeln oder von einem Softwarehaus individuell anpassen zu lassen. Leider ist hier auch oft der Grund, dass die eigenen Prozesse ineffizient sind. Statt diese erst einmal anzupassen, wird Software in Auftrag gegeben, da ja die Standardsoftware auf dem Markt nicht den eigenen, angeblich nicht veränderbaren Prozessen entsprechen.

Ein Trugschluss. Versuchen Sie Standardsoftware zu nutzen und lieber ihre Prozesse an diese anzupassen. Der Weg andersherum wird viel Geld und Ressourcen verschwenden.

Auch die Entwicklung im eigenen Haus ist oft eher Geldverschwendung. Standardsoftware wird von professionellen Entwicklern und Analysten erstellt. Diese ist meist bei sehr vielen Kunden im Einsatz und entsprechend gereift. Nutzen Sie eine individuelle Software, dann kommt zu den hohen Kosten meist noch ein schlechterer Reifegrad hinzu.

Cloud oder eigene Server?

Wer die OEE Software auf dem eigenen Server laufen lässt, hat volle Kontrolle über die Daten. Nachteile sind allerdings, dass man sich auch um die ganze Infrastruktur kümmern muss. Unterschätzen Sie nicht den Aufwand, ein eigenes Netzwerk inklusive diverser Dienste zu betreiben.

Auch wer auf Clouddienste zugreift, muss ein Netzwerk betreiben, kann aber Datenhaltung, Softwarebetrieb, Sicherungen und vieles mehr an den Cloudbetreiber auslagern. Dies ist meist die günstigere Variante, vor allem weil eine Skalierung deutlich einfacher ist, als wenn die Software auf den eigenen Servern betrieben wird. Vor allem bei Updates, Softwareproblemen und vielem mehr ist die Cloudlösung der lokalen Installation überlegen.

 

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